Erste - Hilfe - Maßnahmen: Vergiftungen

Vergiftungen kommen häufig bei Selbstmördern oder bei (Klein)Kindern vor. Gerade Kinder sind davon betroffen, zum Beispiel, wenn Sie im Garten spielen und giftige Pflanzen / Pilze in den Mund nehmen oder gar essen. Um Vergiftungen bei Kindern zu vermeiden, lohnt es sich, mit Kindern darüber zu sprechen, welche Pflanzen giftig sind und welche nicht.

Symptome von Vergiftungen:
Das Opfer klagt über Übelkeit, plötzlich auftretende Bauchschmerzen, Durchfall oder es muss sich Erbrechen. Auch Kopfschmerzen oder ein Schwindelgefühl können sich einstellen. Das Bewusstsein des Opfers ist getrübt oder es wird sogar bewusstlos. Nicht selten verfällt das Opfer aufgrund der Erregung in einen Schock, wodurch auch die Atmung gestört wird. Es kann auch zu Atem – oder Herz – Kreislauf – Stillstand kommen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Betroffene wirklich vergiftet ist, befragen Sie Augenzeugen oder suchen Sie Hinweise, zum Beispiel Medikamente, Behältnisse oder Giftreste. Beachten Sie, dass nicht immer alle Merkmale auftreten müssen, die Sie mit einer Vergiftung verbinden. Es ist also hier besonders wichtig, die Situation gut zu überprüfen.

Erste – Hilfe – Maßnahmen bei Vergiftungen:
Kontrollieren Sie die Lebenszeichen des Opfers.
Hat es das Bewusstsein verloren, verständigen Sie umgehend den Notarzt!
Atmet das Opfer, so bringen Sie es in die stabile Seitenlage!
Schauen Sie sich nach Giftresten (Hinweisen darüber) oder nach Erbrochenem um!

In manchen Fällen gibt es weitere notwendige Maßnahmen bei Vergiftungen. Deswegen möchte ich kurz auf sie eingehen:
Vergiftungen über die Atemwege:
Bringen Sie den Betroffenen in Sicherheit – verlassen Sie die mit ihm Gefahrensituation! Achten Sie dabei stets auf Ihre eigene Sicherheit!

Hilfe beim Erbrechen:
Wenn der Vergiftete sitzt: Beugen Sie seinen Kopf nach Vorne und halten Sie mit einer Hand seine Stirn fest. Halten Sie mit einer freien Hand ein Gefäß dicht unter den Mund.
Wenn der Vergiftete liegt: Drehen Sie seinen Kopf zur Seite. Halten Sie mit der anderen Hand das Gefäß unter den Mund.

TIPP für Eltern:
Um in Gefahrensituationen entsprechend schnell und professionell handeln zu können, sollten Sie sich, vor allem wenn sich Kinder im Haushalt befinden, entsprechende Telefonnummern sichtbar aufschreiben. Achten Sie dabei darauf, dass die Nummern immer gut zu finden sowie lesbar sind und beispielsweise nicht durch Kinderspielzeug verdeckt werden.