Einen wichtigen Stellenwert in Deutschland hat bekanntlich das Ehrenamt. Ganz egal ob im Roten Kreuz, in der Kinderbetreuung oder in der Kirchengemeinde – es gibt viele Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren. Meist werden sie in diese Tätigkeiten durch ihre Familien eingeführt. Als Verein kann man jedoch auch aktiv Personen suchen, die geeignet für ein solches Amt sind.
Laut Spiegel online (2008) gibt es Regionen, in denen sich die Deutschen besonders für ihre Mitmenschen engagieren. Dazu gehört vor allem der Süden, also die Bundesländer Süddeutschlands (Bayern, Hessen, Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz. In diesen Bundesländern waren bis zu 45% im Jahre 2008 ehrenamtlich tätig! Ganz anders sind die Zahlen jedoch in den größeren Städten: So setzen sich nur bis zu 20% der Berliner für andere ein.
Es lässt sich auch recht klar sehen, in welchen Bereichen sich die Bundesbürger am liebsten engagieren: So sind die meisten Freiwilligen in der Feuerwehr, im Sport, der Jugendarbeit (z.B. auch Rotes Kreuz) oder den Kirchen zu finden. Erst danach kommen alle, die sich für Umwelt- und Tierschutz oder im Bereich der Altenarbeit und der Politik einsetzen. Am Beispiel der Ersten Hilfe sehe ich in meiner Region ganze Familien, deren Mitglieder alle zum Roten Kreuz oder zur Freiwilligen Feuerwehr gehören.
Doch natürlich muss man auch menschlich für eine solche Arbeit gemacht sein. Es ist verständlich, dass nicht jeder Blut sehen kann oder so mutig ist, sich selbst in Gefahr zu bringen, um andere zu retten. Außerdem sind gewisse soziale Fähigkeiten für die Arbeit im Team unabdingbar. Daher kann man durch gezielte Werbung evtl. besser nach Personen suchen, die ihren richtigen Platz im Team finden. Neue Anzeigen, beispielsweise von der Diakonie, versuchen, auf das Ehrenamt aufmerksam zu machen und auf den Gewinn, den auch derjenige davon hat, der sich engagiert. Ich kann nur hoffen, dass die Deutschen auch weiterhin so einsatzkräftig bleiben!